Waldeigentümer erfolgreich

Waldbesitzer mit drei Vertretern in die nächste SVLFG – Vertreterversammlung gewählt

Das selbst gesteckte Ziel wurde erreicht. Die Waldbesitzerverbände freuen sich über den Wahlerfolg bei der Sozialwahl 2017. „Wir sind überaus dankbar für das gute Ergebnis. Wir nehmen den Auftrag unserer Wähler sehr ernst und sind uns der großen Verantwortung bewusst.“ sagte Norbert Leben, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen und Spitzenkandidat der Liste 6, angesichts des Ergebnisses.

Am 20. Juni 2017 verkündete der Wahlausschuss der SVLFG das offizielle Wahlergebnis. Die Liste 6 „Waldbesitzerverbände“ erreichte mit 15,1 Prozent und damit drei Sitzen in der nächsten Vertreterversammlung ein gutes Ergebnis.

„Das gemeinsame Ziel ist klar: Wir werden die Themen Beiträge, Prävention und Innovation aus Sicht des Waldes in die Gremien tragen.“ Nobert Leben

DANKE!

Ärmel hochkrempeln

Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW-Die Waldeigentümer, bedankte sich bei den Kandidatinnen und Kandidaten und bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die dieser Wahl zum Erfolg verholfen haben. „Allen gewählten Vertretern wünsche ich viel Erfolg bei ihren neuen Aufgaben. Nun heißt es Ärmel hochkrempeln. Unsere Mitglieder haben uns ihre Stimme gegeben, und wir werden die Stimme der Waldeigentümer nun fundiert und engagiert in die Gremien der Versicherung einbringen. „

HINTERGRÜNDE

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft Forsten und Gartenbau

Im Zuge der Umstrukturierung der sozialen Sicherung in Deutschland wurden die vormals acht regionalen Träger der landwirtschaftlichen Versicherungen zu einem einheitlichen Bundesträger zusammengefasst. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau in Kassel. In der SVLFG sind momentan rund 1,5 Millionen Personen versichert. Die SVLFG gliedert sich in die Unfall-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie in die Alterskasse der Landwirte. Für den Bereich Forst ist die Landwirtschaftliche Unfallversicherung (LUV, die alte Berufsgenossenschaft) von größerer Bedeutung als die anderen Säulen, weil zum einen alle Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer in der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung pflichtversichert sind. Zum anderen besteht für die anderen Säulen nur eine Pflichtmitgliedschaft, sofern keiner anderen sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgegangen wird.

Die Sozialwahl

Das Wahljahr 2017 hat begonnen. Den Auftakt macht die Wahl des neuen Bundespräsidenten durch die Bundesversammlung. Es folgen Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Im Herbst folgt die Bundestagswahl als großes Finale.

Bis zum 31. Mai findet, eher im medialen Schatten, die Sozialwahl 2017 statt. Alle Versicherten in den Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherungen sind aufgerufen ihre Stimme für die Aufsichtsräte und Vertreterversammlungen abzugeben.

Für die SVLFG ist es die erste Wahl der Vertreterversammlung auf Bundesebene. Sie wird nach der Wahl aus 60 Vertretern bestehen, die paritätisch auf Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Selbstständige ohne fremde Arbeitskräfte aufgeteilt sind. Im Anschluss an die konstituierende Sitzung wird der Vorstand der SVLFG durch die Versammlung neu gewählt. Er wird ab 2017 aus 15 Mitgliedern bestehen, welche wiederum paritätisch aufgeteilt sind. Entscheidend bei der Sozialwahl ist, dass die Versicherten nur Listen ihrer eigenen Gruppe wählen dürfen. Diese Vorschlagslisten stehen wiederum ausschließlich innerhalb der einzelnen Gruppen in Konkurrenz zueinander. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Liste aus der Landwirtschaft oder aus einem anderen versicherten Berufsbereich handelt.

Die Wähler geben ihre Stimme einer Vorschlagsliste. Es findet keine Personenwahl statt.

Das System der Sozialversicherungen in Deutschland

Das System der Sozialversicherungen in Deutschland basiert auf dem Solidarprinzip. Es ist am eindrücklichsten am Beispiel des Generationenvertrages der Rentenversicherung zu beschreiben. Die einzahlende Generation erwirtschaftet die Auszahlungen an die Rentenbezieher. Dieser Grundsatz gilt für alle drei Säulen der sozialen Sicherung: Kranken-, Renten- und Unfallversicherung. Die Mitgliedschaft in einer Solidargemeinschaft ist des Weiteren an das Äquivalenzprinzip gekoppelt. Die Leistungen richten sich also an den erbrachten Beiträgen. Hilfestellungen bietet demgemäß eine soziale Versicherung auch nur dann an, wenn sie notwendig sind, so beschreibt es das Subsidiaritätsprinzip. Die einzelnen Prinzipien können am Beispiel des Risikobeitrages der SVLFG verdeutlicht werden. Der Beitrag wird nachschüssig anhand der wirklich entstandenen Kosten (Leistungen) in den einzelnen Risikogruppen errechnet und veranschlagt. Dabei zahlt jede Risikogruppe einzig ihren Anteil mit einem eigenen Risikofaktor.

Ansprechpartner
Laurence Greeb
Sozialreferent
Beauftragter für die Sozialwahl

lgreeb@waldeigentuemer.de

Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
030 – 311 66 76 47

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