Die Gewinnung von Bioenergie aus Holz wird seit 20 Jahren immer populärer

In Deutschland hat die Nutzung von Holz als Energieträger zur Wärme- und Stromversorgung in den vergangenen beiden Jahrzehnten eine Renaissance erlebt. Gründe waren die gestiegenen Preise fossiler Energieträger, ein zunehmendes Umweltbewusstsein sowie neue, effiziente und wirtschaftlich attraktive Holzheizsysteme. Auch die Möglichkeiten zur Kombination mit thermischen Solaranlagen und die wachsende Zahl von Gebäuden mit besonders niedrigem Wärmebedarf haben diese Entwicklung gefördert. Die AGDW – Die Waldeigentümer setzen sich aus ökologischen Gründen auch für die Nutzung von Holz für die Wärme- und Stromversorgung ein.

Der Holzvorrat kann den Bedarf decken

Die Vorausetzungen sind günstig: Der Holzvorrat in deutschen Wäldern wächst pro Jahr um bis zu 120 Millionen Kubikmeter. Rechnerisch reicht der Holzzuwachs in Deutschland aus, den derzeitigen und künftigen Bedarf an Brennholz zu decken. Allerdings schwanken die dem Brennholzmarkt zur Verfügung stehenden Holzmengen aus einheimischer Produktion für einzelne Produkte erheblich, z. B. durch Orkane. Bei den Pellets, die aus Restholz der holzverarbeitenden Industrie gefertigt werden, wirken sich auch deren Absatzschwankungen infolge Wirtschaftskrisen aus. Daher spielen bei Pellets mittlerweile neben der einheimischen Produktion auch Importe eine zunehmend größere Rolle. Deren höherer Transportaufwand muss in der ökologischen Bewertung berücksichtigt werden.

Hersteller entwickeln ihre Systeme zur Nutzung von Bioenergie weiter

Auch ein nachhaltig gewonnener Energieträger ist bei einer energetischen Nutzung in der ökologischen Gesamtbilanz nicht automatisch umweltfreundlich. Daher haben die Hersteller von Holzheizungen in den letzten beiden Jahrzehnten die Systeme weiterentwickelt und große Fortschritte in Bezug auf Wirkungsgrade und Emissionen erzielt. Für einen schadstoffarmen Betrieb müssen Öfen und Heizkessel auf einen optimalen Verbrennungsprozess ausgelegt sein.