Der aktuelle Zustand des Waldes wird in der Bundeswaldinventur (BWI) zusammengefasst, die im Auftrag der Bundesregierung in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird. Bei ihrer Arbeit bezieht sich die AGDW auf die Ergebnisse der dritten Bundeswaldinventur, die Ende 2014 veröffentlicht wurden.

Forstliche Großrauminventur für ganz Deutschland

Die Bundeswaldinventur ist eine durch das Bundeswaldgesetz vorgeschriebene forstliche Großrauminventur, die in ganz Deutschland durchgeführt wird. Mit dieser Bundeswaldinventur werden die großräumigen Waldverhältnisse und forstlichen Produktionsmöglichkeiten in Deutschland erfasst. Ihre Ergebnisse sind eine unentbehrliche Grundlage für Entscheidungen, die den Wald, die Forstwirtschaft und die Umweltpolitik betreffen. Drei Bundeswaldinventuren wurden bislang in den alten Ländern durchgeführt, zwei Inventuren in den ostdeutschen Bundesländern.

Bundeswaldinventur über die Jahre

Zum ersten Mal wurde die Bundeswaldinventur in den Jahren 1986 bis 1989 durchgeführt. Die zweite Bundeswaldinventur erfolgte 1990 nach der deutschen Wiedervereinigung und wurde in den Jahren 2001 bis 2003 wiederholt. Die dritte wurde zwischen 2011 und 2012 durchgeführt. Die Ergebnisse sind am 8. Oktober 2014 veröffentlicht worden.

Funktionsweise der Bundeswaldinventur

Da nicht der gesamte Wald in Deutschland untersucht werden kann, werden bei der Bundeswaldinventur Stichproben durchgeführt. Dazu wird ein Gitternetz mit einem Linienabstand von vier Kilometern über die gesamte Bundesrepublik gelegt und an den Schnittpunkten der Linien Trakte für die Stichproben eingerichtet. Die Rechtsgrundlage für die Durchführung ist der § 41a des Bundeswaldgesetzes.

Die Bundeswaldinventur