AGDW – Die Waldeigentümer

Die „AGDW – Die Waldeigentümer“ vertritt die Interessen des Privat- und Kommunalwaldes gegenüber dem Deutschen Bundestag und dem Bundesrat, den Ministerien, der Wirtschaft, der Wissenschaft und auch in Gremien anderer Verbände. Auf nationaler und zunehmend auf europäischer und internationaler Ebene. Der Verband ist in zahlreichen Institutionen aktiv und setzt sich für die Interessen der zwei Millionen privaten und kommunalen Waldeigentümer aus Deutschland ein. Die Waldeigentümer gestalten die europäische sowie internationale Forstpolitik und Normsetzung vor allem als Mitglied im Zentralverband des Europäischen Waldbesitzerverbandes CEPF und in der Internationalen Allianz für Familienforstwirtschaft IFFA.

Gründung und Entstehung

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) gibt es seit 70 Jahren. Gegründet wurde der Vorgänger des heutigen Dachverbandes „AGDW – Die Waldeigentümer“ am 6. April 1948 in Stuttgart. Seitdem setzt sich der Verband für die Interessen der heute rund zwei Millionen Waldeigentümer in Deutschland ein.

Initiative der hessischen und westfälischen Waldeigentümer

Seit dem Jahr 1946 bildeten sich in den damals entstandenen deutschen Bundesländern der drei westlichen Besatzungszonen wieder freie Waldbesitzerverbände des Privat- und Körperschaftswaldes (Nichtstaatswald). In den Neuen Ländern – in Ostdeutschland – setzte sich dieser Prozess nach der Wiedervereinigung fort. Die Gründung der damaligen Arbeitsgemeinschaft ging auf die Initiative der hessischen und westfälischen Waldeigentümer zurück, die kurz nach Kriegsende die Notwendigkeit einer organisierten Zusammenarbeit erkannt haben.

Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft

Erster Vorsitzender wurde Dr. Friedrich Carl Graf von Westphalen-Fürstenberg. Ihm folgten von 1968 bis 1988 Philipp Freiherr von Boeselager, Franz Ludwig Schenk Graf von Stauffenberg (MdEP) bis 1992 und anschließend Reinhard Freiherr von Schorlemer bis 1998. Nachfolgend übernahm Michael Prinz zu Salm-Salm die Präsidentschaft. Seit 2010 ist Philipp Freiherr zu Guttenberg der Präsident des Verbandes.

Zweck der Arbeitsgemeinschaft

Die Arbeitsgemeinschaft verfolgt laut Satzung den Zweck, „die Forstwirtschaft des Nichtstaatswaldes in ihrer Leistungsfähigkeit zu fördern und zu heben und sie zu vertreten“. Mitglieder können nur „Verbände des nichtstaatlichen Waldes“ im Bundesgebiet sein. Die Mitgliedschaft einzelner Waldbesitzer ist ausgeschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft ist die alleinige gemeinsame Interessenvertretung des Privat- und Körperschaftswaldes auf Bundesebene.