Aktuelles

Krise im Wald
Verheerende Waldbrände: Waldeigentümer fordern Krisengipfel – „Wo bleibt Minister Özdemir?“
2022 wird Rekordjahr für Waldbrandschäden – Politik plant trotzdem deutliche Kürzung der Waldförderung   Die verheerenden Waldbrände in Sachsen, Brandenburg
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Waldhonorierungskonzept verabschiedet: 200 Millionen Euro für den Klimaschützer Wald
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in dieser Woche das lang erwartete Konzept zur Honorierung der Ökosystemleistungen gebilligt. Damit werden noch
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Parlamentarischer Abend 2022

Parlamentarischer Abend 2022

„Wald ist Klimaschützer“

Neun Forderungen

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Der Klimawandel ist in den Wäldern angekommen. Die trockenen Sommer in den Jahren 2018, 2019 und 2020 und die Folgeschäden wie Schädlingsbefall und Waldbrände haben den Wäldern in Deutschland zugesetzt. Eine ganze Kette aus Stürmen, Dürre, Trockenheit und Schneebruch hat zu einer Jahrhundertkatastrophe in den Wäldern geführt.Mehr

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Informationskampagne „Wald ist Klimaschützer“
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Jahresbericht 2021

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Die Waldwirtschaft

Von den 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland sind 67 Prozent Privatwald sowie Kommunal- und Körperschaftswald. Fast die Hälfte (48 Prozent) der 11,4 Millionen Hektar sind Privatwald. Dabei bestehen erhebliche regionale Unterschiede. Der Anteil des Privatwaldes reicht von 24 Prozent in Hessen bis 67 Prozent in Nordrhein-Westfalen. Er überwiegt häufig in den dünner besiedelten ländlichen Regionen. Der Privatwald in Deutschland ist überwiegend klein strukturiert und zersplittert. Rund die Hälfte der Privatwaldfläche teilen sich Betriebe mit weniger als 20 Hektar. Nur 13 Prozent des Privatwaldes gehören zu Betrieben mit einer Größe über 1.000 Hektar. Die Eigentumsstrukturen haben sich historisch und regional unterschiedlich entwickelt. Die Klein- und Kleinstwaldflächen in Privatbesitz sind vielfach im Zuge der historischen bäuerlichen Besiedelung oder durch Erbteilung, Teilung der Allmende oder Aufforstung landwirtschaftlicher Flächen entstanden.
Deutschland ist mit rund 11,4 Millionen Hektar zu einem Drittel bewaldet. Die Waldfläche hat sich zwischen 2002 und 2012 nur wenig verändert. In der Summe hat die Waldfläche um rund 50.000 Hektar zugenommen. Der Wald enthält rund 93 Millionen Bäume mit ökologisch bedeutsamen Baummerkmalen und gut 224 Millionen Kubikmeter Totholz. Es wächst mehr Holz nach, als wir nutzen können. So hat Deutschland größere Holzvorräte als Schweden oder Finnland. Rund 90 Milliarden alte und junge Eichen, Fichten, Kiefern, Buchen und seltenere Baumarten prägen den Wald in Deutschland.
Die Eigentümer des Waldes bestehen aus drei großen Gruppen: die Körperschaften (z.B. Kirchen) und Kommunen verfügen über 19 Prozent des Waldes, Bund und Länder über 33 Prozent und die privaten Waldeigentümer über 48 Prozent. Die größte Eigentümergruppe sind damit die rund zwei Millionen privaten Waldeigentümer, die mit ihrer multifunktionalen, nachhaltigen Forstwirtschaft etwa die Hälfte der deutschen Waldfläche bewirtschaften. Die AGDW setzt sich für die Interessen der privaten Waldeigentümer sowie der Körperschaften und Kommunen ein.
Neben seinen Funktionen als Kohlenstoffsenke, Klimaschützer und Erholungsgebiet ist der Wald in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor: Das Cluster Forst und Holz bietet rund 1,2 Millionen Menschen in fast 130.000 Betrieben Arbeit und steht für rund 180 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr.

Positionen

AGDW-Symposium „Europapolitik am Tag des Waldes – Die EU auf dem Weg zur Klimaneutralität?“

Politische Forderungen der AGDW – Die Waldeigentümer
(formuliert und abgestimmt am 21. März 2022 mit rund 250 Teilnehmenden aus der deutschen Forst- und Holzwirtschaft)

Honorierung von Ökosystemleistungen (HÖSL)

  1. Die für den Klimaschutz widersinnige Ausrichtung der Forstwirtschaft allein auf Vorrats­aufbau und Nutzungsverzicht muss beendet werden.
  • LULUCF sollte vom Fokus Waldspeicher auf die Substitutionseffekte ausgeweitet werden.
  • Nur durch die Honorierung der Ökosystemleistungen des Waldes werden aus passiven Kleinwaldbesitzenden motivierte aktive Waldumbauer/-innen.
  • Nur durch aktive Waldbewirtschaftung lässt sich eine Minderung der Kalamitäten und die Klimaanpassung der Wälder bewirken.
  1. Die Gerechtigkeitslücke der CO2-Emissionen muss geschlossen werden: Der Staat muss Zahlungen der CO2-Emittenten an CO2-senkende Wälder angemessen weiterleiten. Der Staat kann die Transformation nicht „allein“ finanzieren, aber sollte auch bei HÖSL-Mitwirkung des privaten Sektors mindestens 70 % beitragen.
  1. Eine regionale Poolbildung für pragmatische Ansätze der Honorierung von Ökosystem­leistungen sollte als untere Ebene der Subsidiarität angestrebt werden. Durch eine sach­gerecht gewählte „Regionalität“ können Synergieeffekte erzielt und Sonderfaktoren wie z.B. schwierige Hanglagen oder Feuchtgebiete besser berücksichtigt werden.

Alle Forderungen finden Sie hier:

Unsere Positionspapiere
Wussten Sie schon?
Rund zwei Drittel der Wälder in Deutschland werden von den privaten, den kommunalen und körperschaftlichen Waldbesitzern gehegt und gepflegt.

Vor Ort

Unsere Verbände

Zahlen und Fakten

Privat-, Kommunal- und Körperschaftswald
67 %
Staatswald 33%

Imageprojekt Waldheldinnen und Waldhelden