Vor der entscheidenden Sitzung des Klimakabinetts im Bundeskanzleramt am kommenden Freitag, bei der die Leitlinien für ein Klimaschutzgesetz verabschiedet werden sollen, fordert Hans-Georg von der Marwitz, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, erneut die Einführung einer CO2-Abgabe, die dem Wald zu Gute kommen soll. „Die Bewältigung des Klimawandels zählt zu den größten gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte“, sagte von der Marwitz. „Daher muss der Wald im künftigen Regierungshandeln beim Thema Klimaschutz eine zentrale Rolle spielen.“

Der Präsident fordert darüber hinaus, dass die Bundesregierung jetzt alle Anstrengungen unternimmt, den CO2-Ausstoß zu senken, um die Klimaziele zu erreichen. „Die Debatten und Proteste der vergangenen Wochen zeigen deutlich: Teile der Gesellschaft denken bereits um, viele Menschen macht sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder“, sagte von der Marwitz.

Der Präsident betonte noch einmal, dass gerade der Wald einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leiste – und doch als erstes von den Auswirkungen des Klimawandels existenziell betroffen sei. „Der Klimaschutz in Deutschland muss Hand in Hand gehen mit der Stabilisierung unserer Wälder im Zuge der aktuellen Wetterextreme“, sagte der AGDW – Präsident.

 Die Einführung einer CO2-Abgabe hat einerseits das Ziel, den Wald in der aktuellen Krise zu stabilisieren und die Waldbewirtschafter bei Schadholzräumung, Wiederaufforstung und Waldumbau zu unterstützen. Andererseits wäre dies eine Honorierung ihrer Ökosystemleistungen, die sie mit ihrer nachhaltigen Waldpflege für die Gesellschaft erbringen.

Dazu zählt der Beitrag zum Klimaschutz: Das gesamte Cluster Forst und Holz speichert jährlich über 127 Millionen Tonnen CO2, das sind rund 14 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes der deutschen Volkswirtschaft. „Für die Stabilisierung der Wälder spielen die Waldbewirtschafter eine Schlüsselrolle“, sagte von der Marwitz, „Sie sorgen mit ihrer nachhaltigen Pflege dafür, dass sich die Wälder an die Klimaveränderungen anpassen können.“