Aktuelle Schäden durch Dürre, Stürme, Schädlinge

Im Frühjahr 2020 war der Wald aufgrund der anhaltenden Trockenheit erneut in einem alarmierenden Zustand. Die Vegetationsperiode hat  in diesem Jahr zwei Wochen früher eingesetzt. Laut Deutschem Wetterdienst handelte es sich um Rekordtemperaturen, bereits in den letzten 11 Jahren war der April immer zu trocken. Waldeigentümer und Förster befürchten ein drittes Dürrejahr. Die Trockenheit hat in vielen Teilen Deutschlands zu einer hohen Waldbrandgefahr geführt, viele Wälder waren erneut von einem großen Schädlingsbefall betroffen, Jungpflanzen sind vertrocknet. Dabei konnte die Schäden aus den beiden Vorjahren noch nicht beseitigt, Kahlflächen noch nicht wieder bewaldet werden.

Darüber hinaus verstärken die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Krise im Wald: Absatzmärke für das viele Holz fehlen, Sägewerke haben die Produktion heruntergefahren, Pflanzgut musste storniert werden, Arbeitskräfte für die Frühjahrspflanzung fehlten.

Hier finden Sie Bilder aus ganz Deutschland von den Schäden in den Wäldern.

Waldbrände

In Brandenburg galt während der Trockenheit im April die höchste Waldbrandwarnstufe. Seit Jahresbeginn hat es 40 Mal in Wäldern des Landes gebrannt. Auch in Sachsen-Anhalt – insbesondere im Harz – herrschte eine akute Waldbrandgefahr. Laut Landesfeuerwehrverband kann die Situation außer Kontrolle geraten, falls ein Feuer entsteht. Ebenfalls Nordrhein-Westfalen war stark von Waldbränden betroffen: Der Waldbrand in Gummersbach (siehe Fotos) hat rund 50 Hektar Wald zerstört. Für die dortige Feuerwehr war dies der größte Einsatz seit über 30 Jahren.

Schädlinge

In vielen Wäldern hat im Frühjahr erneut die rasante Vermehrung von Schädlingen begonnen. Alle Baumarten sind betroffen, Nadel- und Laubbäume gleichermaßen. In Bayern etwa setzt der Schwammspinner Eichen- und Buchenwäldern zu und sorgt für Kahlfraß (siehe Fotos 1+2), in Nordrhein-Westfalen (Foto 3) und Niedersachsen hat die Verbreitung von Borkenkäfer & Co. begonnen.

Abgestorbene Bäume

Vertrocknete Wälder, abgestorbene Bäume und Sturmholz sind mittlerweile in ganz Deutschland zu finden. In manchen Teilen konnte die Schadflächen noch nicht wieder aufgeforstet werden. Zu groß waren die Schäden. Abgestorbene Buchen in Bayern Zählen dazu (Bild 1), Sturmholz in Baden-Württemberg (Bild 2) und vertrocknete Wälder in Nordrhein-Westfalen (Bild 3).

Holzpolter

Holzpolter mir großen Mengen Schadholz sind allerorts zu finden: In Mecklenburg-Vorpommern musste eigens ein Silo genutzt werden, Nasslager (Bild 3) wie in Baden-Württemberg erhalten die Qualität des Holzes.

Waldschäden aus ganz Deutschland