Die Generalversammlung des europäischen Waldbesitzerverbandes CEPF, die kürzlich in Wien tagte, hatte den Vorsitzenden Hubert de Schorlemer für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. De Schorlemer, der das Amt seit 2012 innehat, wurde bereits zum vierten Mal zum Vorsitzenden gewählt. „Mit de Schorlemer haben wir einen hartnäckigen und hochengagierten Vorsitzenden, der für die europäischen Waldbesitzer in den letzten Jahren viel erreicht hat“, sagte Philipp zu Guttenberg, Vorsitzender der AGDW – Die Waldeigentümer und Vizevorsitzender von CEPF. Auch er wurde für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt.

Neu im Vorstand ist António Paula Soares, Vorsitzender des portugiesischen Waldbesitzerverbandes. Der CEPF hat 23 Mitgliedsverbände.

Darüber hinaus handle es sich, so zu Guttenberg, bei de Schorlemer um einen überzeugten Europäer, der in der Europäischen Union einen Garanten für Frieden und Wohlstand in Europa sieht (siehe Interview im Anhang). „Ein entscheidender Teil der Gesetze kommt mittlerweile aus Brüssel“, sagte der AGDW – Präsident, „daher brauchen wir auf dem europäischen Parkett erfahrene und gut vernetzte Persönlichkeiten wie de Schorlemer, wenn wir für die Waldbesitzer in Europa etwas erreichen wollen.“

In seiner neuen Amtszeit möchte de Schorlemer in Brüssel finanzielle Mittel für Wiederaufforstungen und für die forstlichen Zusammenschlüsse im Kleinprivatwald erschließen. Des Weiteren werde die Revision der EU-Forststrategie im Fokus stehen, die es als Guideline für die nationalen Forstpolitiken zu begleiten gelte, so der CEPF-Vorsitzende. Darüber hinaus sollten über die Bioökonomie-Direktive weitere Absatzmärkte für die Holzwirtschaft erschlossen werden. „Die Stärkung der nachhaltigen Forstwirtschaft und der Holzmobilisierung in Europa ist eine zentrale Voraussetzung, um die Wälder in Südamerika, Afrika und Indonesien zu schützen“, sagte de Schorlemer.

Hubert de Schorlemer ist der Präsident des Lëtzebuerger Privatbësch, des Luxemburgischen Waldbesitzerverbandes. Mit der politischen Arbeit wie auch mit der Führung einer eigenen Land- und Fortwirtschaft ist er von Kinderbeinen an vertraut. Sein Vater war über einen Zeitraum von rund 20 Jahren Präsident des Luxemburgischen Waldbesitzerverbandes sowie im Board des CEPF-Vorläufers gemeinsam mit dem damaligen AGDW-Vorsitzenden Philipp von Boeselager. De Schorlemer lebt in siebter Generation in Grundhof und verfügt über eine ausgewiesene Viehzucht aus Aberdeenrindern.

Ein Interview mit Hubert de Schorlemer finden Sie im AGDW-Jahresbericht 2017 (Seite 10 + 11).

www.cepf-eu.org

www.privatbesch.lu/de/