Braucht es den Initiativkreis noch? Mehr denn je! So könnte man Anfang und Ende der Klausurtagung des Initiativkreises Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse (IK) am 6. und 7. März 2018 in Olpe zusammenfassen. Die 13 IK-Mitglieder, welche sich aus Forstbetriebsgemeinschaften, Forstwirtschaftlichen Vereinigungen und Holzvermarktungsorganisationen aus sechs Bundesländern zusammensetzen, trafen sich zu einem Rückblick auf die zurückliegenden sechs Jahre. Ziel war eine Standortbestimmung und eine ergebnisoffene Diskussion um die Zukunft des Initiativkreises.

100.000 Waldbesitzer mit rund 950.000 Hektar Fläche

Das große Ziel des IK wurde bestätigt: dem Kleinprivatwald und dessen Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen muss eine starke Stimme gegeben werden. In diesem Sinne will der IK sein Profil schärfen, aktiv Forstpolitik beeinflussen und Handreichungen für interessierte Zusammenschlüsse geben – immerhin stehen hinter dem IK aktuell über 100.000 Waldbesitzer mit insgesamt 950.000 Hektar Waldfläche.

Organisatorisch bleibt es wie bisher bei einem informellen Zusammenschluss unter dem Dach der AGDW – Die Waldeigentümer. Ausdrücklich wird betont, dass der IK sich nicht als Konkurrenzveranstaltung zu den Waldbesitzerverbänden auf Landesebene versteht, sondern als Ergänzung im Sinne einer gemeinsamen forstpolitischen Linie. In diesem Sinne bekannten sich die Mitglieder des IK auch ausdrücklich zu der Referentenstelle in Berlin und sprachen sich für eine Fortsetzung der Finanzierung aus.

Volker Schulte wurde zum neuen IK-Sprecher gewählt

Neben der Diskussion um die Inhalte zukünftiger Arbeit wurden neue Zuständigkeiten festgelegt: zum neuen Sprecher des IK wurde Volker Schulte (FBG Dienstleistungs-GmbH, Celle) gewählt, zu den beiden Vize-Sprechern Dr. Markus Hecker (Waldmärker, Uelzen) und Andreas Täger (Allgäuholz-Markenverband, Lindenberg). „Wir gehen mit neuem Schwung in die kommenden Jahre. Die bundesweit anstehenden Umwälzungen in der Betreuung des Privat- und Körperschaftswaldes wollen wir mitgestalten, weil die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Daher würden wir uns freuen, wenn sich weitere Zusammenschlüsse anschließen“, kommentierte Volker Schulte die Klausurtagung des IK.

Auch intern soll die Zusammenarbeit intensiviert, das „Wir für uns“ gestärkt und der Austausch der angeschlossenen Organisationen untereinander u. a. über Kennzahlenvergleiche (Benchmarking) ausgebaut werden.