Betriebliche Risikoberatung

Besitz und Bewirtschaftung von Wäldern sind auch mit Risiken verbunden. Neben der Gefahr der Beschädigung durch Ereignisse wie Feuer und Sturm sind Sie als Waldbesitzer ebenso verschiedenen Haftungsrisiken ausgesetzt. Nicht zu unterschätzen sind auch Unfallgefahren bei Arbeiten im Wald.

Der sinnvolle Umgang mit diesen Risiken ist auch unter rein betriebswirtschaftlichen Aspekten von Bedeutung, denn es ist häufig zweckmäßig, besonders große und womöglich existenzbedrohende Risiken auf Versicherer zu übertragen, während kleinere Risiken schon aus Kostengründen eher selbst getragen werden sollten.

Kooperation der AGDW mit Meyer & Löffler

Um Sie bei diesen grundlegenden Themen zu unterstützen hat die AGDW eine Kooperation mit der 1871 gegründeten Meyer & Löffler GmbH & Co geschlossen, die sich mit der Beratung von Unternehmen und Verbänden bei Fragen des Risikomanagements und der Umsetzung von Versicherungslösungen befasst und Ihnen als Mitglied der AGDW gerne mit Rat und Tat zur Seite steht.

Ansprechpartner
Marc Fritzen
marc.fritzen@meyer-loeffler.de
0421 335 55-13

Versicherungen für Waldbesitzer bis 5 Hektar

AXA LogoAXA

Waldbesitzer Haftpflicht:
Personen-, Sach-Vermögensschäden sowie Umweltschäden

Waldbrandversicherung:
4000 EUR/Hektar

Waldsturmversicherung:
4000 EUR/Hektar

Entschädigungsmodell:
Vollwertmethode Wirtschaftserträge werden mit Hilfe des Waldzinsfußes ermittelt. „Wachsender Bestand“

Nachweispflicht und Anrechnung von Restholzerlösen:
Ja

Entschädigung:
Vermögensausgleich durch Berechnung von Kulturkosten und Zinsfuß

Entschädigung von Einzelwürfen:
Nein (Bestockungsgrad muss unter 0,4 liegen) – d.h. Entschädigung nur bei Großschadensereignissen; 10% Selbstbeteiligung aber: Bis 50 Hektar mind. 1000 EUR SB – max. 7500 EURÜber 50 Hektar mind. 2600 EUR SB – max. 12 500 EUR

Versicherung gegen Insekten- und Pilzbefall:
Nein

MMAgrar LogoMMagrar/Allianz

Waldbesitzer Haftpflicht:
Personen-, Sach-Vermögensschäden sowie Umweltschäden

Waldbrandversicherung:
6000 EUR/Hektar

Waldsturmversicherung:
15 EUR/Festmeter

Entschädigungsmodell:
Pauschal – ohne Anrechnung von Restholzerlösen, diese verbleiben beim Forstwirt

Nachweispflicht und Anrechnung von Restholzerlösen:
Nein – Restholzwert wird nicht von der Entschädigung abgezogen

Entschädigung:
Mind. 100 m² müssen verbrannt sein; m² x 0,60 Euro/m²

Entschädigung von Einzelwürfen:
Ja, Entschädigung auch bei Einzelfällen von Bäumen. Aufmaß am Polter. Selbstbeteiligung 10%:
Je Schadensjahr mind. 150 EUR SB. Über 100 Hektar mind. 500 EUR SB pro Jahr.

Versicherung gegen Insekten- und Pilzbefall:
Nein

Gothaer_logoGothaer

Waldbesitzer Haftpflicht:
Personen-, Sach-Vermögensschäden sowie Umweltschäden

Waldbrandversicherung:
Bis 10 000 EUR/Hektar

Waldsturmversicherung:
Bis 20 EUR/Festmeter

Entschädigungsmodell:
Wählbare pauschale Lösung – ohne Anrechnung/Abzug des Bestockungsgrades und des Restholzerlöses

Nachweispflicht und Anrechnung von Restholzerlösen:
Nein – Restholzwert wird nicht von der Entschädigung abgezogen

Entschädigung:
Vermögens- bzw. Verzinsungsausgleich

Entschädigung von Einzelwürfen:
Ja – wird erstattet. Eine generelle Selbstbeteiligung von 10% je Schaden wird abgezogen.

Versicherung gegen Insekten- und Pilzbefall:
Nein

Unfallgefahren

Bei der Bewirtschaftung von Wäldern besteht für den Eigentümer selbst, für die beschäftigten Arbeitnehmer sowie für arbeitnehmerähnliche Personen Unfallversicherungsschutz durch die Berufsgenossenschaft. Dieser Schutz beschränkt sich allerdings auf die betriebsdienlichen Tätigkeiten. Dies bedeutet, dass beispielsweise bei der Brennholzaufbereitung für eigene Zwecke sowie bei der Mitgliedschaft in einer Forstbetriebsgemeinschaft ohne unternehmerischen Status kein Unfallversicherungsschutz gegeben ist.

Diese beträchtliche Lücke kann durch den von AGDW und Meyer & Löffler mit der R+V verhandelten Rahmenvertrag einer Gruppenunfallversicherung geschlossen werden. Dieser Vertrag sieht – unabhängig von der Art der Tätigkeit und unabhängig vom formalen Status des Waldbesitzers – eine umfassende Absicherung vor.

Cyber-Versicherung

Mit ihrer Einführung am 25.05.2018 stellt die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) erhöhte Anforderungen an den Umgang mit personenbezogenen Daten. Bei Zuwiderhandlungen gegen die DSGVO besteht neben Haftpflichtansprüchen durch Dritte auch das Risiko von Vertragsstrafen, etwa bei Verstößen gegen Geheimhaltungspflichten. Diesen Risiken kann mit einer sogenannten Cyber-Versicherung begegnet werden, die unter anderem hierfür Deckungsschutz bietet. Darüber hinaus wird Versicherungsschutz gegen die vielfältigen Folgen von Hackangriffen geboten, die immer mehr um sich greifen. Die Hacker verfolgen meistens das Ziel, ein anderes System oder Netzwerk zu bezwingen, zu manipulieren oder Daten zu stehlen. Hierfür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. In der einfachsten Variante sind sogar kaum tiefgreifende IT-Kenntnisse erforderlich. Für manche Fälle wie etwa das Knacken eines WLAN-Netzwerks ist bereits vorgefertigte Software erhältlich, ebenso lassen sich Passwörter auf diese Weise umgehen.
Hacker mit größerem Fachwissen sind in der Lage, auch direkt auf einen fremden Rechner zuzugreifen. Dafür ist es erforderlich, dass sie sich in ein System einschleusen und dort die Rechte zum Ausführen der Software aneignen. Hierbei gibt es aufgrund der Kreativität professioneller Hacker extrem viele Varianten, die sich kaum aufzählen lassen. Stets werden neue Möglichkeiten entwickelt, um Computer zu manipulieren.