Neben seinen Funktionen als Naherholungsgebiet und Klimaschützer ist der Wald ein bedeutender Wirtschaftszweig. Das Cluster Forst und Holz bietet rund 1,1 Millionen Menschen Arbeit, es besteht aus fast 130.000 Unternehmen und ist mit einer Wertschöpfung von gut 181 Milliarden Euro pro Jahr eine gefragte Branche, die sich auf einem Wachstumskurs befindet. Die Nachfrage nach dem heimischen Rohstoff Holz, insbesondere dem Nadelholz, steigt weltweit.

In Deutschland gibt es etwa 11,4 Millionen Hektar Wald. Etwa 73 Prozent der Wälder sind Misch- oder reine Laubwälder. In der nächsten Waldgeneration wächst die Zahl auf 90 Prozent. Mit ihrer multifunktionalen und nachhaltigen Forstwirtschaft bewirtschaften die rund zwei Millionen Waldeigentümer als die größte Eigentümergruppe etwa die Hälfte der deutschen Waldfläche.

Die Waldeigentümer erwirtschaften einen Großteil ihres Einkommens durch den Verkauf von Holz. Im Durchschnitt besitzt ein privater Waldeigentümer eine Fläche von nur 2,7 Hektar. Um die sich daraus ergebenden Herausforderungen einer Bewirtschaftung zu bewältigen, kooperieren die Waldeigentümer häufig in forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen. Insgesamt sind mittlerweile fast 400.000 Waldeigentümer in rund 4.500 forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen organisiert.

Um eine leistungsstarke Forstwirtschaft sicherzustellen und die vielfältigen Funktionen des Waldes zu erhalten, braucht es Holzpreise auf wirtschaftlichem Niveau und eine Unterstützung der Waldeigentümer – insbesondere der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse – durch die Bundes- und Landesregierungen. Nur auf diese Weise lässt sich das Holzangebot halten und ausbauen – und auch in Zukunft eine effiziente und nachhaltige Nutzung der Wälder sichern.