Die Altus renewables GmbH
Als Projektentwickler für Wind- und Photovoltaikanlagen bieten wir Ihnen Energielösungen für heute, morgen und übermorgen. Bei der Auswahl unserer Projektstandorte achten wir auf jedes Detail und berücksichtigen die individuellen Gegebenheiten vor Ort. Dazu verfügen wir neben unserem Hauptsitz in der Technologieregion Karlsruhe über Regionalbüros in mehreren Bundesländern. Unsere 90 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich kompetent und fachlich versiert um Ihr Anliegen – kommen Sie gerne jederzeit auf uns zu!
Wissen im Schnellformat: 10x10x10
10 Fragen. 10 Antworten. 10 Minuten. Eignen Sie sich in 10 Schritten Grundlagen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien an und erhalten Sie Einblicke, wie ALTUS als Projektentwickler arbeitet und welche Aufgaben bei uns professionell betreut werden.
1. Wie läuft die Entwicklung eines Windprojekts Schritt für Schritt ab?
Von der „grünen Wiese“ bis zur Inbetriebnahme einer Windenergieanlage vergehen durchschnittlich 5 Jahre, doch was passiert in dieser Zeit: Ein Windprojekt startet mit der Standortwahl und der Flächensicherung (Kriterien wie Topographie, Netzanschluss und Windhöffigkeit spielen eine bedeutende Rolle). Sind die Flächen erfolgreich gesichert, wird der Genehmigungsantrag vorbereitet. Dazu gehören notwendige Maßnahmen wie die Beauftragung von Gutachten und Studien, die Ermittlung von Ausgleichsmaßnahmen und das Einreichen von Netzanschlussanfragen. Liegen alle Unterlagen vor, wird der Antrag nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) eingereicht und erhält erfahrungsgemäß im Laufe eines Jahres die Genehmigung. In der Zwischenzeit werden Nachforderungen bearbeitet und die Flächensicherung (Kabeltrasse, Wegerechte etc.) vervollständigt. Mit der Genehmigung kann der Inhaber an einer EEG-Tarif-Ausschreibung zur Sicherung eines Stromtarifs für 20 Betriebsjahre teilnehmen. Nach der Tarifsicherung erfolgt die Freigabe zur Finanzierung und die Bestellung der Anlagen kann fixiert werden, darauf kann die genaue Planung des Baubeginns erfolgen. Die Bauphase bis zur Inbetriebnahme dauert je nach Jahreszeit ca. 9 – 12 Monate. Mit Fertigstellung des Windparks kann die Stromproduktion beginnen. ALTUS ist Ihr kompetenter Ansprechpartner in jeder der genannten Projektphasen!
2. Welche Kriterien entscheiden, darüber, ob ein Standort grundsätzlich geeignet ist?
Flächennutzungspläne, Regionalpläne, Abstände zu Bebauungen, die Windhöffigkeit, naturschutzrechtliche Belange und der Netzzugang sind ausschlaggebend für die Genehmigungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit und entscheiden somit über die Eignung eines Standorts.
3. Welche Umwelt- und Fachgutachten sind für die Projekte erforderlich?
Die erforderlichen Gutachten unterscheiden sich je nach Projekt. Sie hängen vom Bundesland, Anlagentyp, Standort und Genehmigungsverfahren ab. Gängige Gutachten sind naturschutzfachliche Gutachten (darunter avifaunistische Gutachten) Schallimmissionsgutachten, Schattenwurfgutachten, landespflegerische Begleitpläne, Bodengutachten, Eisfallgutachten und luftfahrtrechtliche Gutachten.
4. Welcher Eingriff in den Wald ist notwendig, um eine Windenergieanlage zu bauen?
Der Waldeingriff ist immer so gering wie möglich zu halten. ALTUS liegt der Schutz des Waldes am Herzen, die Minimierung der Eingriffe stehen für uns an oberster Stelle. So beplanen wir gezielt Kalamitätsflächen genauso wie reine Wirtschaftswälder und nutzen bestehende Infrastruktur, bereits gerodete Flächen und Lichtungen.
Um geschützte Wälder und Baumbestände müssen Sie sich keine Sorge machen, diese sind nicht von unseren Planungen betroffen.
5. Wie groß muss eine Ausgleichsfläche sein und wie erfolgt die Auswahl dieser?
Die Ausgleichsflächen legen nicht wir als Projektentwickler fest, sondern die Genehmigungsbehörden. Sie orientieren sich am landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP). Auch den Umfang legen die Behörden fest, wobei ALTUS als Projektierer das Recht hat, Vorschläge zu machen. In der Regel beträgt der Faktor 1,5, mindestens jedoch 1:1. Das bedeutet, wenn Rodungen im Umfang von einem Hektar notwendig sind, muss 1 bis 1,5 Hektar Wald an einer anderen Stelle mit räumlichem Bezug zum Standort neu geschaffen werden.
6. Wie entwickeln sich Waldflächen langfristig nach einem Windparkbau?
Bei der Entwicklung von Waldflächen sind keine Nachteile festzustellen. Unsere Waldprojekte haben teilweise bereits 20 Jahre Betriebszeit vorzuweisen. Die Resonanz der Waldeigentümer bezüglich der Entwicklung des Waldes mit Windkraft ist sehr positiv.
7. Wie wirkt sich ein Windpark wirtschaftlich auf die Region aus?
Ein Windpark hat zweistufige Auswirkungen auf die Region. 1. Stufe: während des Baus bleibt ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung in der Region durch den Einsatz lokaler Unternehmen beim Bau. 2. Stufe: im Betrieb fließen erhebliche Beträge in die Gemeindekassen durch die EEG-Umlagen, Gewerbesteuer und Pachten sowohl für Gemeinden als auch für die Bürger in der Region. Ebenso werden Bürgerbeteiligungen gerne genutzt.
8. Wie profitieren Waldeigentümer von Windprojekten?
Die Waldeigentümer erhalten Pachtzahlungen und dadurch den finanziellen Spielraum zum klimagerechten Waldumbau. Selbstverständlich besteht auch für die Eigentümer die Möglichkeit einer Beteiligung.
9. Welche Akteure sind in die verschiedenen Projektphasen von ALTUS eingebunden?
Wir arbeiten gemeinsam mit Flächeneigentümern, sind im Austausch mit Gemeinden und deren Anwohnern, innerhalb des Genehmigungsverfahrens sind wir im Kontakt mit Behörden und Gutachtern. ALTUS arbeitet eng mit Anlagenherstellern, Netzbetreibern, Bauunternehmen und Banken zusammen. Außerdem sind wir mit Verbänden (z.B. Bundesverband WindEnergie, Bundesverband Solarwirtschaft), Industrieunternehmen, der Landes- und Bundespolitik sowie Energieversorgern vernetzt.
10. Welche Mitsprache– und Kontrollrechte haben Waldeigentümer während der gesamten Laufzeit des Projekts?
Über den gesamten Projektentwicklungszyklus hinweg, werden die Waldeigentümer in die Planungen mit eingebunden und das Layout des Windparks mit Ihnen abgestimmt. Hierdurch versuchen wir in beidseitigem Interesse den Waldeingriff und die Beeinträchtigungen vor Ort so gering wie möglich zu halten.
Am Ende unserer 10x10x10- Wissensvermittlung möchten wir die Gelegenheit nutzen, um zwei Fakten über Windenergieanlagen und Sonnenenergie loszuwerden.
Eine Windenergieanlage (3 MW, 135 m Nabenhöhe) spart pro Jahr 9.671, 50 Tonnen Co2 ein. (Quelle: BWE-Informationspapier_-_Klimaschutz_durch_Windenergie_-_20191029.pdf, S. 12)
Eine Sonnenstunde reicht für die Energieversorgung der Menschheit über ein ganzes Jahr. (Quelle: Über diese 7 Energie-Fakten sollten Sie am Wochenende nachdenken – CHIP, 4. Fakt)
Sie haben Interesse, mehr zu erfahren? Nutzen Sie unsere unverbindliche Flächenprüfung oder kontaktieren Sie uns.
(Bild 1: Team Altus beim Stadtradeln in Karlsruhe, Juli 2025, Bild 2: Team Altus beim B2Run Firmenlauf in Karlsruhe, Mai 2025)

