Mit der Überschrift „Handlungsmöglichkeiten im Klimawandel“ fand am 24. März das erste Online-Seminar der Jungen Waldeigentümer statt. Ein Thema, welches mehr als jedes andere, die aktuellen Gespräche um den Wald beherrscht und die tägliche Arbeit prägt. Allen voran aber den mitreißenden Referenten ist der große Erfolg zu verdanken. So hatten die mehr als 55 Teilnehmer die Gelegenheit über vier Stunden zwei hochinformativen Vorträgen zu folgen und Fragen direkt an die Redner zu stellen.

Dem ersten Vortrag hielt Herr Dr. Jens Borchers, Leiter des Forstbetriebs Fürst zu Fürstenberg in Baden-Württemberg, mit dem Thema „Alternative Nutzungsmöglichkeiten unserer Wälder“. Von Vertragsnaturschutz über Friedwälder bis hin zu Windkraft im Wald wurde die große Vielfalt an Chancen auch abseits der klassischen Forstwirtschaft mittelbar. Allen voran die Begeisterung neue Wege zu finden und zu bestreiten war für die Zuhörer ansteckend.

„… auch das professionalisierte Bejagungskonzept war wirklich interessant und beeindruckend. Ich habe viel mitgenommen. Großen Dank für die Einladung und an die Redner“ (R. Behr Waldbesitzer in SH)

Unabhängig neuer Ideen bleibt die elementare Aufgabe in den kommenden Jahren aber auch immer der Waldumbau, der auch gerade unter den Jungen tiefe Sorgen schürt. Mit waldbaulichen Strategien und Empfehlungen beschäftigte sich daher der zweite Vortrag der Online-Veranstaltung.

Herr Prof. Dr. Hermann Spellmann, der langjährige Leiter der Nordwestdeutschen, Forstlichen Versuchsanstalt und Professor an der forstwissenschaftlichen Fakultät in Göttingen, gab uns dafür Einblicke in seine Erfahrungen. Angefangen bei einer Bestandsaufnahme zu den kommenden Herausforderungen für unsere Wälder unter sich ändernden Klimabedingungen leitete er über auf echte Handlungsmöglichkeiten und Lösungsansätze. Dabei konnte Herr Spellmann innerhalb von 2 Stunden eine Fülle an nützlichen Informationen und handfesten Empfehlungen vermitteln. Von Naturverjüngung über Bestandspflege nicht standortgerechter Baumarten bis hin zu Strategien im Umgang mit älteren Buchen-, Fichten- oder Kiefernbeständen war gewiss für jeden Teilnehmer viel Neues und Wertvolles dabei.

Für diesen Einsatz und die Zeit danken wir den beiden Referenten natürlich im Besonderen. Der Umbau unserer Wälder bleibt eine gewaltige Aufgabe in den kommenden Jahrzehnten und umso mehr sind wir für bewährtes, neues und alternatives Wissen und Erfahrungen dankbar.