Die bewährte Grundlage für die Waldpolitik in Deutschland bildet das Bundeswaldgesetz. Es feierte 2025 einen runden Geburtstag!
Am 2. Mai 1975 wurde das heute als „Verfassung für den Wald“ bekannte Gesetz vom damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel ausgefertigt, am 7. Mai verkündet und trat am Tag darauf in Kraft. „Das Bundeswaldgesetz hat sich mit seinen klar formulierten Zielen des Walderhalts und der Förderung der Forstwirtschaft als wegweisend für die multifunktionale Waldbewirtschaftung erwiesen. Es ist ein verlässlicher Kompass, auf den Politik, Forstwirtschaft und Gesellschaft vertrauen können, gerade auch in Zeiten der Klimakrise und großer wirtschaftlicher Herausforderungen“, erklärt AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter anlässlich des Jubiläums.
Das Gesetz regelt die Zuständigkeiten von Bund und Ländern in forstpolitischen Fragen. So gibt das Gesetz einen bundesweit gültigen Rahmen vor, den die Länder nach ihren regionalen Erfordernissen und standörtlichen Gegebenheiten entsprechend ausgestaltet haben. „Mit dieser klaren Aufgabenverteilung hat das Bundeswaldgesetz die rechtlichen Voraussetzungen für eine deutschlandweit erfolgreiche, produktive Waldbewirtschaftung und für die Sicherung aller Wald-Ökosystemleistungen geschaffen, vom Boden- und Wasserschutz über Erholung und Tourismus bis zu Klimaschutz und Holzproduktion“, bilanziert Prof. Bitter. Das Gesetz biete langfristige Perspektiven für Forstbetriebe, mit denen gesellschaftlich erwünschte Ziele einhergehen.
Diese langfristigen Perspektiven werden auch in der Politik geschätzt, wie die von der AGDW zum Geburtstag des Bundeswaldgesetzes eingeholten Testimonials aus Berlin, Bundesländern und Brüssel zeigen. In unserem Jahresbericht 2025 haben wir diese auf den Seiten 8 – 10 versammelt. Schauen Sie mal rein!