Holzenergie ist beliebt
In Deutschland erlebt die Nutzung von Holz als Energieträger zur Wärme- und Stromversorgung eine Renaissance. Das liegt an der Verteuerung fossiler Energieträger, an der Attraktivität von Holz als Brennstoff und am zunehmenden Umweltbewusstsein. Innovative und wirtschaftlich attraktive Holzheizsysteme haben ebenfalls zur Popularität des nachwachsenden Rohstoffs aus dem Wald beigetragen. Die Möglichkeiten zur Kombination mit Solaranlagen und die wachsende Zahl von Gebäuden mit besonders niedrigem Wärmebedarf haben die Entwicklung gefördert. Die AGDW setzt sich vor diesem Hintergrund für die Nutzung von Holz zur Wärme- und Stromversorgung ein.
Zur Wärmeversorgung ist die Holzenergie der erneuerbare Energieträger Nummer eins. Rund 60 Prozent des Endenergieverbrauchs zur Wärme- und Kälteversorgung aus erneuerbaren Energien stammen aus Holz.
Der Holzvorrat kann den Bedarf decken
Die Vorrausetzungen sind günstig: Der Holzvorrat in deutschen Wäldern ist nach wie vor groß. Allerdings schwanken die dem Brennholzmarkt zur Verfügung stehenden Holzmengen aus einheimischer Produktion für einzelne Produkte erheblich. Bei den Pellets, die aus Restholz der holzverarbeitenden Industrie gefertigt werden, wirken sich auch deren Absatzschwankungen aus. Daher spielen bei Pellets mittlerweile neben der einheimischen Produktion auch Importe eine Rolle. Deren höherer Transportaufwand muss allerdings in der ökologischen Bewertung berücksichtigt werden.
Auch ein nachhaltig gewonnener Energieträger ist bei einer energetischen Nutzung in der ökologischen Gesamtbilanz nicht automatisch umweltfreundlich. Daher haben die Hersteller von Holzheizungen in den letzten beiden Jahrzehnten die Systeme weiterentwickelt und große Fortschritte in Bezug auf Wirkungsgrade und Emissionen erzielt. Für einen schadstoffarmen Betrieb müssen Öfen und Heizkessel auf einen optimalen Verbrennungsprozess ausgelegt sein.