Adrian Sonder als einer von zwei Vizepräsidenten gewählt, Dr. Achim Ahrendt ebenfalls neu im Präsidium

Prof. Dr. Andreas Bitter bleibt Präsident des Verbandes AGDW – Die Waldeigentümer. Der AGDW-Hauptausschuss wählte den Forstwissenschaftler bei seiner 241. Sitzung am 20. Mai 2026 in Berlin einstimmig für eine weitere vierjährige Amtszeit. Als einer von zwei Vizepräsidenten wurde Adrian Sonder einstimmig neu ins Präsidium gewählt. Der Oberbürgermeister von Freudenstadt folgt auf Roland Burger, von dem Sonder bereits im März dieses Jahres das Amt des Präsidenten der Forstkammer Baden-Württemberg übernommen hatte. Gleichfalls einstimmig wurde Dr. Achim Ahrendt, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes für Mecklenburg-Vorpommern, neu ins Präsidium der AGDW gewählt. Er folgt auf Philip Freiherr von Oldershausen, Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen, der nicht erneut kandidierte.

Waldbesitzende in ihrem Gestaltungswillen für den Waldumbau stärken
AGDW-Präsident Bitter bedankte sich gegenüber dem Hauptausschuss für das entgegengebrachte Vertrauen und erklärte: „Die Wiederwahl bestärkt mich in unserem gemeinsamen Einsatz für die Belange der rund zwei Millionen Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer.“ Forstpolitisch stehe Deutschland insbesondere durch die Folgen von EU-Regulierung aktuell vor erheblichen Herausforderungen. So sei die EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO) mit ihren starren Leitbildern grundlegend zu überarbeiten und die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Produkten (EUDR) praxisgerecht auszugestalten. „Die Forst- und die Umweltpolitik müssen vom Vertrauen in die Kompetenz der Akteure vor Ort geprägt sein, statt von administrativem Aktionismus“, so Bitter. In diesem Sinne seien die Waldbesitzenden in ihrem Gestaltungswillen für den klimaadaptiven Waldumbau zu stärken und nicht auszubremsen. „Unser Ziel bleibt es, die wirtschaftliche Grundlage nachhaltiger Waldbewirtschaftung zu sichern“, betonte Bitter. Dafür gelte es, den notwendigen Handlungsspielraum für die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer zu erhalten. Zudem seien die von der Bundesregierung angekündigten verbesserten Rahmenbedingungen für die Entwicklung von klimaresilienten und artenreichen Mischwäldern mit standortgerechten Baumarten ebenso umzusetzen wie die verbesserte Unterstützung bei der Erbringung von Ökosystemleistungen.

Starke Stimme auf Bundes- und Europaebene
Das Präsidium dankte den ausgeschiedenen Präsidiumsmitgliedern Roland Burger und Philip Freiherr von Oldershausen für ihr beispielhaftes Engagement im Interesse der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer. „Die Arbeit der AGDW lebt vom persönlichen und fachlichen Einsatz ihrer Mitglieder vor Ort. Aus der tiefen regionalen Verwurzelung unseres Verbandes erwächst die Kraft für eine starke Stimme auf Bundes- und Europaebene, der wir auch künftig klar und deutlich im Sinne der Waldbesitzenden Gehör verschaffen werden“, erklärte Bitter abschließend.

Die Mitglieder des AGDW-Präsidiums sind:

• Prof. Dr. Andreas Bitter, Präsident
• Bernhard Breitsameter, Vizepräsident, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes
• Adrian Sonder, Vizepräsident, Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg
• Dr. Achim Ahrendt, Vorsitzender des Waldbesitzerverbandes für Mecklenburg-Vorpommern
• Friederike von Beyme, Vorsitzende des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt
• Carl Anton Fürst zu Waldeck und Pyrmont, Präsident des Hessischen Waldbesitzerverbandes
• Dr. Irene Seling, AGDW-Hauptgeschäftsführerin

Foto: Das Präsidium der AGDW am 20.5.2026 in Berlin, v.l.: Carl Anton Fürst zu Waldeck und Pyrmont, Adrian Sonder, Prof. Dr. Andreas Bitter, Bernhard Breitsameter, Friederike von Beyme, Dr. Achim Ahrendt, Dr. Irene Seling. Bildquelle: AGDW