Rund eine Million Menschen arbeiten in Deutschland in den Forst- und Holzbranchen. Eine wichtige Berufsgruppe unter ihnen: Die Forstwirtinnen und Forstwirte.
Die Zahl der Absolventen in diesem Waldberuf steigt! Im Jahr 2024 legten laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 648 Azubis die Prüfung Forstwirt/in erfolgreich ab. Besonders erfreulich: Die Zahl der Absolventinnen hat sich seit 2014 mehr als verdreifacht, auf 66 im Jahr 2024.
Die Entwicklung einer steigenden Zahl erfolgreicher Abschlussprüfungen Forstwirt/in vollzieht sich vor dem Hintergrund eines rückläufige Trends in der dualen Berufsausbildung. Denn die Zahl der erfolgreichen Abschlussprüfungen in der dualen Berufsausbildung sank zuletzt insgesamt in Deutschland auf ein Allzeittief. Die Forstwirts-Ausbildung wächst gegen den Gesamttrend.
Wichtig für den Beruf Forstwirt/in ist gutes technisches Verständnis, nicht nur bei der Arbeit in Fahrzeugen oder mit der Motorsäge. Denn sei es Holzvermessung oder Holztransport: Die Arbeit als Forstwirt/in wird immer digitaler.
Privat- und Kommunalwaldbetriebe bieten für Azubis ebenso wie für Forstwirtinnen und Forstwirte attraktive Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf. Mehr Informationen finden Sie hier.

Vier Universitäten und fünf Hochschulen bieten Forstwissenschaft oder -wirtschaft als Bachelor-Studiengang an. Auch duale Forst-Studiengänge in Kooperation mit Unternehmen gibt es. Vereinzelt bestehen auch berufsbegleitende Master-Studiengänge.
Privat- und Kommunalwaldbetriebe bieten für Absolventinnen und Absolventen ebenso wie für Berufserfahrene attraktive Einstiegsmöglichkeiten, wie der Verband AGDW – Die Waldeigentümer betont. Vom Trainee bis zur Betriebsleitung eröffnen sich interessante Möglichkeiten. Mehr Informationen finden Sie bei der Betriebsleiterkonferenz (BLK) hier.

Alle den Wald betreffenden Entscheidungen, von der richtigen Pflanzmethode über Bejagungsstrategien bis hin zu Bewirtschaftungsplänen, bringen ihre Auswirkungen oft erst in der Zukunft mit sich, weswegen qualifiziertes Fachpersonal umso mehr von Bedeutung ist.
Der berufliche Einstieg in einen grünen Beruf kann über mehrere Wege erfolgen. Zum einen gibt es die klassische Ausbildung zum Forstwirt, auf die ein Forstwirtschaftsmeister folgen kann.
Wer Revierförster werden will, muss einen Bachelorstudiengang in Forstwirtschaft oder Forstwissenschaften an einer Universität oder einer Fachhochschule absolvieren, was auch dual erfolgen kann. Nach dem Bachelorstudium folgt in der Regel noch eine praktische Ausbildung in Form eines Anwärters, Trainee, o.Ä.
Für alle, die sich in einem bestimmten Fachbereich spezialisieren oder den Bachelorstudiengang noch vertiefen möchten, stehen verschiedene Masterstudiengänge von Holztechnik bis hin zur internationalen Forstwirtschaft zur Auswahl.
Es gibt also viele verschiedene Möglichkeiten in einen dieser vielseitigen, naturnahen Berufe einzusteigen.
