Von Wiederbewaldung und Waldumbau in Deutschlands Regionen bis zu politischen Weichenstellungen in Brüssel und Berlin: Der heute erschienene Jahresbericht „Waldwirtschaft 2025/26“ des Verbandes AGDW – Die Waldeigentümer macht deutlich, mit welchen Aufgaben und Herausforderungen die Waldbesitzenden derzeit konfrontiert sind. Der Bericht zeichnet die wesentlichen forst- und umweltpolitischen Entwicklungen der vergangenen 15 Monate nach und veranschaulicht anhand konkreter Beispiele, wie nachhaltige Forstwirtschaft die Zukunft des Waldes sichert.

Kritischer Blick auf Entwicklungen in der EU
Das reich bebilderte Magazin bietet auf 72 Seiten Hintergrundberichte, Analysen und Interviews. Zeitlich spannt das Heft im handlichen Hochformat den Bogen vom Amtsantritt der Koalition im Frühjahr 2025 bis Mitte Mai 2026. Bundesminister Alois Rainer nimmt im Interview zu aktuellen politischen Themen Stellung, darunter die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Produkten (EUDR) und die EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO). Die großen Linien der Europapolitik beschreibt und bewertet der langjährige EU-Kommissar und ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger. Er setzt sich kritisch mit dem „Green Deal“ der EU auseinander und mahnt: „Wir können uns nicht noch mehr Auflagen für die europäische Wirtschaft leisten.“

Das nachhaltige Wirtschaften mit der Natur nicht gefährden
„Mit unserem Bericht ordnen wir die politischen Ereignisse ein und zeigen auf, welche Entscheidungen in Brüssel und Berlin geboten sind, um die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die Wettbewerbsfähigkeit der Forstwirtschaft in Deutschland zu gewährleisten“, erklärt AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter und betont in seinem Editorial: „Die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer, verbunden im generationenübergreifenden Denken, sind naturgemäß standorttreu. Wenn uns allerdings politisch der Boden unter den Füßen entzogen wird, gerät das nachhaltige Wirtschaften mit der Natur ins Wanken. Dazu muss es nicht kommen. Doch ist es höchste Zeit, in Deutschland und Europa die Weichen richtig zu stellen.“

Das Ohr an der Praxis
Wie Waldbesitzende und Forstleute vor Ort zielgerichtet an Wiederaufforstung und Waldumbau arbeiten, schildert Marcel Möller, Stadtförster in Goslar, im vom Borkenkäfer geschädigten Kommunalwald. Dabei helfen ihm auch innovative Kooperationen. In einem Bericht über den Waldbesitzer des Jahres 2025, Torsten Dörmbach, erzählt der Forstingenieur, wie sich Eiche und Esskastanie auf Kahlflächen bewähren und was die Jagd mit erfolgreicher Wiederbewaldung zu tun hat. Das neue Heft bietet außerdem Schlaglichter auf die zahlreichen Veranstaltungen der AGDW und Einblicke in deren hochkarätig besetzte Konferenzen, vom wissenschaftlichen Symposium über den Bundeskongress Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse bis zur feierlichen Übergabe der „Kanzlertanne“ an Bundeskanzler Friedrich Merz.

Der neue Jahresbericht der AGDW ist online hier verfügbar. Print-Exemplare können per E-Mail-Anfrage bestellt werden bei info(at)waldeigentuemer.de

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